Die Stärke meiner Fehler.
Akzeptieren und aus Fehlern lernen.
Auf die Einstellung kommt es an. Erst einmal muss man die eigenen Fehler erkennen und dann auch zu ihnen stehen. Schon mit diesem ersten Schritt haben viele so ihre liebe Mühe. Hier kan man die Fehler auch mit Schwächen vergleichen, seien es Schwächen im Umgang, Schwächen in der Akzeptanz und auch Schwächen aus mangelndem Interesse oder gar Lustlosigkeit.
Niemand kann alles und von niemandem wird verlangt, alles zu können. Doch gerade hier setzen sich viele selbst unter Druck. Im Stress oder bei Überlastung schleichen sich eben auch Fehler ein.
Fehler geschehen, vor allem wenn man etwas tut. Nur wer nichts macht macht auch keine Fehler. Die Tatsache, dass sich Fehler einschleichen, sollte man sich zu nutze machen. Damit das auch klappt muss man sie akzeptieren, zu ihnen stehen und aus ihnen lernen.
Einfach gesagt und für viele so schwierig umzusetzen. Aber es gibt Hoffnung, denn auch andere machen Fehler und den Umgang mit Fehlern kann man lernen, wenn man es auch wirklich will.
Durch die Analyse und Fehlerevaluation kann man sich weiter entwickeln, sich stärken und vor allem seinem Ziel näher kommen.
Die Stärke der Fehler anderen.
Alle machen Fehler, also auch von den anderen lernen.
Schadenfreude tut gut, bringt aber niemanden weiter.
Sind wir doch ehrlich, die Fehler des anderen erkennt man immer sofort, doch die eigenen nimmt man nicht so recht wahr oder man will sie auch nicht wahr haben. Ist das schlimm? Jein, jedoch menschlich und es geht doch allen gleich.
Wir können nicht nur aus den eigenen Fehlern lernen, sondern uns die Fehler der anderen zu nutze machen. Wenn sich der andere die Birne anschlägt und blutet soll mir das eine Lehre sein, also kann ich vorbeugend einen Helm aufsetzen. Wenn der andere vom Chef zusammenge... ermahnt wird weiss ich, dass ich es anders machen muss.
Eines ist sicher, alle machen Fehler! Gut einige mehr und einige weniger, einige grössere und andere können sie besser vertuschen. Und dann gibt es noch diejenigen, welche «fehlerlos» sind und die Fehler immer den anderen in die Schuhe schieben; aber das ist ein anderes Kapitel.
Meine Fehler, seine Fehler, unsere Fehler, gemeinsame und einsame Fehler, es braucht im Unternehmen und im Zusammenleben eine klare Fehlerpolitik. Das heisst, wie gehen wir gemeinsam mit Fehlern um. Ohne das geht es nicht und ohne das wird das Kollektiv nie voneinander profitieren können.
Ein Fehler bewirkt etwas in uns, er bringt uns ins Grübeln und er startet einen Lernprozess. Wie können wir etwas auf welche Weise mit welchen Mitteln verbessern.
Also Jungs und Mädels, wagt etwas Neues, Unbekanntes, Verrücktes, etwas was Freude bereitet und herausfordernd ist. Erlaubt Euch, etwas falsch zu machen und verzeiht Euch eure selbst gemachten Fehler.
Aus den Fehler der anderen lernen, sich gegenseitig helfen und unterstützen, und dann die Lösung umsetzen.
DANIEL VOLKEN